„Leben bereichern, Horizonte öffnen“ – das Erasmus+-Leitmotiv spiegelt die Erfahrungen auf dieser Studienreise, einer Kooperation zwischen vhs-Verband und männer.bw, sehr treffend wider. Zwölf Teilnehmende waren von Meran aus unterwegs – mit Stationen im Ultental, in Bozen und Brixen.
Im Zentrum stand die Frage, was nachhaltige Männlichkeit ausmacht und wie sie konkret gelebt werden kann. Der Austausch mit Akteur:innen der Männerarbeit sowie aus Bildung und Zivilgesellschaft eröffnete differenzierte Perspektiven und zeigte, wie eng ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragen miteinander verwoben sind. Dabei geht es auch um Selbstreflexion, emotionale Kompetenz und die Übernahme von Verantwortung für die eigenen Wirkungen auf Mitmenschen und Umwelt.
Die Exkursionen und Praxisbeispiele vor Ort – von nachhaltiger Landwirtschaft über soziale Projekte und Genossenschaften bis hin zu innovativen Energielösungen – machten deutlich, wie Transformation konkret gestaltet werden kann. Themen wie Klimawandel und nachhaltiger Tourismus wurden ebenso verhandelt wie Fragen regionaler Wertschöpfung und Gemeinwohlorientierung. Immer wieder zeigte sich, wie wichtig lokale Netzwerke und aktive Beteiligung für tragfähige Ansätze sind.
Ein Besuch im Meraner Frauenmuseum ergänzte die fachlichen Einblicke um eine geschlechterhistorische Perspektive und setzte wichtige Impulse für die Reflexion von Rollenbildern, gesellschaftlichen Entwicklungen und ihren politisch-kulturellen Rahmenbedingungen.
In gemeinsamen Workshops wurden die vielfältigen Eindrücke gebündelt und auf die eigene Bildungsarbeit übertragen. Dabei entstanden sowohl praktische Anknüpfungspunkte als auch weiterführende Fragen für die Erwachsenenbildung. Die Studienreise hat damit Impulse gesetzt, die über die gemeinsamen Tage hinaus wirken können – fachlich, persönlich und für die Praxis vor Ort.
„Wir haben auf der Studienreise nicht nur Aspekte der Nachhaltigkeit, sondern auch diverse Anregungen für ein gemeinschaftliches Miteinander, den Stiftungs- und Genossenschaftsgedanken und ein tolles Präventionsprojekt kennengelernt. Die Zusammenstellung der Orte, die Begegnungen mit den Menschen und deren Projekten war klasse und haben für die Thematik immer wieder neue Aspekte aufgezeigt. Super, vielen Dank – dieses Seminar wirkt nachhaltig!“ (ein Teilnehmer)