Stellungnahme zum Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Baden-Württemberg 2.0

Gewalt betrifft alle – Schutz und Hilfe auch

männer.bw begrüßt den Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Baden-Württemberg 2.0 als wichtigen Schritt für den Schutz von Gewaltbetroffenen und die Förderung von Gleichstellung. Die Konvention verpflichtet zu einem inklusiven Ansatz: Schutz und Unterstützung sollen allen Menschen offenstehen – unabhängig von Geschlecht, Identität oder Herkunft.

Gewalt trifft Frauen, Männer, Kinder sowie Trans-, Inter- und nicht-binäre Personen. Bestehende Hilfsstrukturen unterstützen vor allem Frauen, andere Betroffene bleiben unterversorgt. männer.bw fordert deshalb eine Weiterentwicklung des Aktionsplans hin zu einem umfassenden, geschlechtergerechten und bedarfsorientierten Gewaltschutz.

Unsere Kernforderungen:

  • flächendeckender Ausbau von Schutz- und Beratungsangeboten für alle Betroffenen
  • Einrichtung einer Landeskoordinierungsstelle für Gewaltprävention und Geschlechtergerechtigkeit
  • stärkere Prävention, Bildung und öffentliche Sensibilisierung
  • Verbesserung der Forschung und Datenlage zu männlichen und TIN-Betroffenen
  • geschlechtsunabhängige Weiterentwicklung des Gewalthilfegesetzes

Jede gewaltbetroffene Person soll Schutz, Anerkennung und Unterstützung erhalten. Nur so kann das Leitbild der Istanbul-Konvention, ein Leben frei von Gewalt für alle, Wirklichkeit werden.