25 Jahre AIM GENDER: Interdisziplinäre Männlichkeitenforschung – Bestandsaufnahme und aktuelle Herausforderungen
2026 kann AIM GENDER, der Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung, auf 25 Jahre regelmäßige Treffen zurückblicken, die dazu beitrugen, die interdisziplinäre kritische Männlichkeitenforschung sichtbar zu etablieren. Selten lag der Forschungsgegenstand in dieser Zeit so klar in seiner gesellschaftlichen Relevanz vor Augen wie gegenwärtig. Männlichkeit ist längst aus der Unsichtbarkeit des Selbstverständlichen herausgetreten. Zentrale Begriffe und Kategorien wurden in über zwei Dekaden kritischer Männlichkeitenforschung entwickelt und sind in die öffentlichen Debatten eingeflossen, andere drängen gerade aus dem politischen in das wissenschaftliche Feld ein.
Wir wollen das 25. Jubiläum des Arbeitskreises zum Anlass nehmen, die Verhandlung von Männlichkeiten in der Forschung und in der öffentlichen Wahrnehmung zu diskutieren. Unter dem Titel „Interdisziplinäre Männlichkeitenforschung: Bestandsaufnahme und aktuelle Herausforderungen“ wollen wir von 18. bis 20. Juni 2026 (selbst-) kritisch auf die Entwicklung des akademischen Felds zurückblicken, einen Raum zur Diskussion gegenwärtiger Debatten und Trends liefern und schließlich Ausblicke auf mögliche Aufgaben und Fragen ermöglichen.
Wir freuen uns über Themenvorschläge aus allen Feldern und Disziplinen, die Trends, Phänomene, Diagnosen und wissenschaftliche Beobachtungen zu aktuellen Männlichkeiten und Männlichkeitsdiskursen vornehmen und / oder auch Ausblicke zur Zukunft der Männer und Männlichkeiten wagen. Weitere Hinweise finden sich im Call for Papers. Einreichungsfrist ist der 9. Januar 2026.
Johannes Kuber (Historiker), Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Diana Lengersdorf (Soziologin), Universität Bielefeld
Olaf Stieglitz (Historiker), Universität Leipzig
Toni Tholen (Literaturwissenschaftler), Universität Hildesheim
AIM Gender. Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung – Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Geschichte – Arbeitskreis Männlichkeitenforschung